Wie ich mit unangenehmen Situationen umgehe - Von Gedankensteuerung, Optimismus und Perspektivenwechsel

Hey Pfupfis

 

Ich hoffe es geht euch umständeentsprechend gut aber vor allem, dass ihr gesund seid.

 

Mir geht es sehr gut. Klar vermisse ich ein birebizzeli den normalen Alltag aber da ich weiss, dass alles vorbei geht, versuche ich diese besondere Zeit - die hoffentlich nicht so schnell zurückkehren wird - so gut es geht "zu geniessen". Selbstverständlich meine ich dabei, die positiven Aspekte der Situation. Ändern kann ich die Situation nicht, aber ich kann in meinem Winzigen mein Beitrag leisten und vor allem, kann ich steuern, wie ich mich dabei fühle: das habe ICH in der Hand.

 

Ich spüre aber hier und da, dass es manchen seit Quarantäne-Anfang, manchen aber erst jetzt langsam, das Ganze zu viel wird. Ich spüre Erschöpfung. Ich spüre Energielevel am Boden. Und ich verstehe das. Total. Aber ich sehe es anders.

 

Ich werde diesen Menschen jetzt nicht die eine wahre Lösung für dieses Problem geben können. Ich kann kein Pandemie-Virus vernichten und mit Magie kenne ich mich auch nicht wirklich aus. An Wunder glaube ich nach wie vor, aber selber kann ich diese nicht auf Kommando bewirken. So weit bin ich noch nicht :-P 

 

Aber was ich machen kann ist, vielleicht einige Tipps weitergeben, die mir persönlich helfen. Und wenn ich dabei nur eine einzige Person erreiche, habe ich schon extrem Erfolg gehabt. Na dann, let's go.

Anfangs 2018 habe ich die Katze aus dem Sack gelassen, ok, es war zwar nicht ein Geheimnis, aber ich habe etwas veröffentlicht. Und zwar die Tatsache, dass ich keine Nachrichten mehr höre oder lese oder an mich ranlasse. ACHTUNG: Heutzutage ist Information das A und O. Aber das ist auch eine sehr besondere Lage und nicht unser Alltag. Ich informiere mich heute, aber nur bei sicheren Quellen. Und falls hier und da doch eine ungewünschte oder gefakte News aufpoppt, ich lasse die NICHT an mich ran. Ich weiss, wo ich meine sicheren Informationen erhalte und "höre" nur auf die. Also lebe ich aktuell in einer aufgepimpte Version meines "Informiertsein". 

 

Aber heute geht es um was anderes. Trotzdem wollte ich diesen Aspekt erwähnen, denn zu viele Informationen helfen und unterstüzen und NICHT dabei, das Ganze mit Ruhe zu betrachten. Sie bringen uns nur noch mehr Ängste, Panikattacken und Unsicherheiten. Sie verwirren uns. Sie bringen uns aus dem Gleichgewicht und lassen uns in einem nieendenwollenden Spiralloch fallen. PLEASE DO NOT! 

 

Ich persönlich mache es so: Falls eine Info ungefragt zu mir ankommt - sei es durch eine Instagram Story oder ein Hörensagen von einem Nachbar - höre ich und das ist alles. Früher ging ich dem aus dem Weg. Heute kann ich mich davor (meistens) schützen. Ich speichere es nicht. ICH BEHALTE STETIG DEN AKTUELL SO WICHTIGEN ABSTAND - auch zu solchen Infos. Die einzigen Informationen, die ich "an mir lasse" sind die "gesunden". Die, die ich mir selbständig hole, bei sicheren Quellen. Und das mache ich auch NICHT den ganzen Tag lang. Manchmal auch einigen Tagen nicht. Ich versuche up to date zu sein, aber für das muss ich nicht jedes Detail wissen, ich muss nicht den täglichen Stand kennen, ich muss nur wissen was es zu tun gibt, das befolge ich auch. Vielleicht will (und muss nicht) ich wissen, ob es langsam aufwärts geht. Das wäre toll. 

 

Ich glaube wir haben in dieser Situation alle gelernt, dass wir Menschen nicht unsterblich und nicht unbesiegbar sind. Wussten wir schon immer, aber jetzt wird es uns noch klarer. Aber was wir Menschen haben, und das kann niemand abstreiten, ist ein grosser Lebenswille und Wille weiterzumachen. Wir wollen es gemeinsam schaffen. Die meisten geben ihr Bestes, um die Anweisungen zu befolgen. Alle die, die sich an den Anweisungen halten (die, die können zu Hause bleiben; die, die raus müssen sich an die Schutzmassnahmen halten), alle diese Menschen stehen - ohne es zu merken - auf einem Hügel, alle nebeneinander, sie nehmen sich an den Händen und verbinden sie sich miteinander, verbinden ihre Kräfte zu einer ganz grossen Macht gegen "das Böse", das unten am Hügel versucht uns anzugreifen. Diese Menschen kämpfen, indem sie zu Hause bleiben, oder Abstand halten, oder andere Schwächeren helfen und unterstützen. Wir sind eins. Wir schaffen das. 

 

Solche Pandemien hat die Menschheit nicht das erste Mal hinter sich. Die Menschheit ist aber noch da. Wir schaffen das. 

Ja, Vali, aber was kann ich nur dagegen machen, ich habe Angst, ich kann die nicht einfach ausschalten. 

 

Doch, könntest du. Ich gebe dir heute einige Tipps. Ich hoffe das eine oder andere hilft dir.

Bring deine gedanken zum schweigen

oder auch: reiss ihnen den ruder aus den händen weg

Angst ist nicht unbedingt schlecht. Nein, sie ist auch gut. Sie ist überlebenswichtig. Aber sie ist nicht immer notwendig. Vor allem, wenn es uns eigentlich gut geht. Zu viel Angst bringt uns diese sehr "gruuusige" nichtgewünschte Panikattacken. Angst bringt uns auf Dauer gesundheitliche Probleme. Und ich spreche aus Erfahrung. Habe ich alles hinter mir, lieber Pfupfi. Ich habe zwei Arten an Lebensstile hinter mir und habe mich für die zweitere entschieden. Denn durch diese geht es mir gut. Ich bin glücklich, optimistisch, egal ob man jetzt Gutes oder Schlechtes erlebt: ich weiss besser damit umzugehen. 

 

Ein wichtiger Punkt, was uns zu Ängste bringt, sind wir selbst. Ok, um ganz genau zu sein sind es UNSERE GEDANKEN. Sie sind nicht böse, sie wollen uns eigentlich gar nichts tun. Aber ohne Führung haben sie keine Ahnung wohin sie sollen, und meistens landen sie dort, wo es einfacher ist. Im dunklen Bereich. Denn im dunkleren Bereich brauchen Gedanken weniger Energie.

 

Gedanken brauchen zwingend Kontrolle. Sie brauchen eine Führung. Sonst werden sie depressiv, wie die Minions ohne Schurke ;-) Ja, nehmen wir dieses Beispiel. Wer hat den Film "Minions" gesehen? Die Minions brauchen einen Schurke, ein Führer. Sonst sind sie "verloren" und egal wie witzig, positiv und süss sie sind, sie werden zu armen, depressiven, traurigen, lebensmüden gelben Bälle. Und unsere Gedanken sind auch etwa so. Sie brauchen diese Führung. Und die Führung sind wir selbst. 

 

Da es nicht einfach ist, Gedanken ab sofort zu führen (ich habe Jahre gebraucht, um dies so stark einzupflanzen und zu lernen, dass ich es jetzt automatisch tue), ist es schon mal sehr hilfreich sie einfach ab und zu ABZUSTELLEN. Denn negative angst-einflössende Gedanken verwirren uns, lenken uns vom Wichtigen ab, und wir erkennen das Licht gar nicht mehr. Sie setzen uns eine Augenbinde. 

 

Gedanken abstellen kann man z.B. entweder durch Meditation, Erdung, Ablenkung oder Beobachtung. Gerne erkläre ich dir diese Methoden genauer. Zumindest so, wie ich sie anwende.

 

Meditation

Hör sofort auf! Ich sehe deine Nase rümpfen bis hier! Meditation hat nichts mit Magisches zu tun. Ok, je nach dem wie man es nimmt doch, denn ich glaube wir alle haben eine Art "Magie" in uns und können durch die Meditation auch mal auf sie hören. Aber es hat nichts mit Schweben zu tun. Es ist eigentlich nichts anderes als eine ganz starke, konzentrierte ACHTSAMKEITSÜBUNG. Und Achtsamkeit bringt uns im Hier und Jetzt. Hört sich für Anfänger kompliziert und unmöglich an, aber so schwierig ist es gar nicht.

 

Die einfachste Meditationsart, die es gibt: Du solltest dich in einer bequemen Position setzen, aber so, dass du nicht einschläfst ;-) Am besten an einem ruhigen Platz für den Anfang.  Du setzest dir einen Wecker. 5 Minuten reicht für den Anfang. 5 Minuten am Tag kann Wunder bewirken. Und jetzt geht es los: Schliesse die Augen und atme ruhig weiter und konzentriere dich NUR auf dein Atem. Auf das ein- und ausatmen. Spüre die Luft die sich in deinem Körper verteilt und wie sie dein Körper wieder verlässt. "Och ich muss heute noch unbedingt Wäsche waschen." Ok, danke Gedanke, du darfst jetzt aber wieder gehen. Und du konzentrierst dich wieder auf dein Atem. "Was soll ich heute eigentlich kochen?" Und wieder, bedanke dich beim Gedanke und lass es LOS! Let it go und so, sagt Elsa ;-) Am Anfang werden noch viele Gedanken aufpoppen wie kleine Wölkchen. Wehre dich nicht dagegen! Lass sie einfach wegfliegen... Nehme sie wahr, aber lasse sie wieder gehen. Und konzentrier dich immer wieder zurück auf dein Atem. Mit der Zeit werden die Gedanken immer weniger. Setze dich nie unter Druck. 

 

Erden

Für die meisten einfacher, ich gebe es zu: auch für mich. Denn ERDEN kannst du überall. Auch mitten im Chaos. Egal wo! Wirklich EGAL WO! Auch auf die Toilette wenn's sein muss. Oder mitten in einem Konzert (das waren noch Zeiten) oder mitten in einem Vorstellungsgespräch. Und es wird niemand was davon merken.

 

Aber was heisst sich erden genau? Du verbindest dich absichtlich mit dem "Boden", oder eben mit der "Erde". Hä? Und für was soll das gut sein? Sagen wir mal, wir haben alle die eine und selbe Mutter. Das ist Mutter Natur. Und die kann uns nicht nur ernähren, sondern eben auch halten. Stell dir Bäume vor. Diese sind sehr gut geerdet. Sie haben Wurzeln. Am besten sollte man so gut geerdet sein, dass kein Gewitter oder Windstoss uns wegkippen lässt. Wir müssen stabil sein, und das können wir dank dieses "mit Mutter Natur verbunden sein". Sie hilft uns stabil und stark zu bleiben. Sind wir nicht geerdet, sind wir unstabil, unkonzentriert, sind nicht wirklich da, sind ohne Gleichgewicht und überreagieren.

 

Es gibt unendlich viele Tipps wie man sich "erden" kann. Die, die ich benutze sind vor allem diese Methoden:

  1. Die für mich einfachste Methode: spüre deine Socken. Lach nicht. Jedes Mal wenn ich das sage, sehe ich diese "hää?" Blicke. Mach es einfach. Konzentriere dich auf deine Socken und SPÜRE SIE! Ich mach es jetzt während dem Schreiben und was passiert? Du wirst ein Kribbeln in den Füssen spüren. Das ist genau richtig so. Diese Übung kannst du mehrmals am Tag tun und so lange du willst / brauchst. 
  2. Setze deine Füsse gut am Boden. Stelle dir vor, dass unter deine Füssen Wurzeln wachsen, die immer tiefer im Erdinneren reinwachsen und grösser werden und immer tiefer gehen. Du bist fest am Boden "gewurzelt".
  3. Barfuss laufen. Ganz einfach. Den Boden unter den Füssen DIREKT spüren.
  4. Sport. Und zwar diese Art an Sport, die dich nur auf dein Körper konzentrieren lässt. 
  5. Musik hören und tanzen. Welche Art an Musik dich persönlich erdet, dass musst du herausfinden. 

Ablenken

Ablenken ist zwar im Moment hilfreich, aber ist nicht von Dauer. Irgendwann musst du ja schlafen, und da kannst du dich schlecht wieder ablenken. Aber hilft trotzdem, für den Moment: Du kannst dich ablenken, indem du tust, was du liebst oder eine Tätigkeit ausübst, die dich automatisch auch erden kann. Ob es jetzt kochen ist, Sport, tanzen, etwas nähen, im Garten arbeiten, mit Kindern BEWUSST spielen, oder einfach auch dein Lieblingshobby ausüben! Etwas, was deine ganze Aufmerksamkeit braucht. Plane dein Tag so ein, dass du ständig "abgelenkt" bist. Abends kommen die Gedanken aber wieder? Dann versuch einen der anderen Punkte. 

 

Beobachtung

Geh einen Schritt zurück. Ich meine jetzt rein visuell, du musst es nicht in Echt tun, ausser es hilft dir bei der Visualisierung. Geh einen Schritt zurück und beobachte deine Gedanken, als wären sie im Fernseher. Ziehe dich aus der Hauptrolle zurück und beobachte sie als wären sie Teil einer Netflix-Serie. Denn nicht du denkst, sondern deine Gedanken denken. Haha, hört sich speziell an, aber so ist es halt nun mal. 

 

Damit du deine Gedanken führen kannst, musst du sie zuerst beobachten und wahrnehmen. Was denk ich eigentlich die ganze Zeit? Wir machen das so automatisch, dass wir die Gedanken gar nicht mehr richtig wahrnehmen, und das ist fatal. Deshalb, STOP! Geh einen Schritt zurück und nehme sie wahr! 

 

Jetzt wo du sie wahrnimmst, wirst du vielleicht das eine oder andere Muster erkennen. Welche Gedanken lassen dich was fühlen. Welche Gefühle magst du und welche nicht. Warum geben dir einige Gedanken schlechte Gefühle und wie kannst du diese verändern? Wie man die Gedanken "steuert" werde ich vielleicht ein andern Mal erklären. Nur ein kleiner, winziger, aber so wichtiger Tipp. Denn manche glauben, sie denken "gesund", kennen aber eine ganz einfache Regel nicht. Unser Kopf, unsere Gedanken, unser ich.... verstehen kein "nicht",  kein"kein", keine negative Worte.

 

einfaches Beispiel

Wenn du denkst: "ich will nicht krank werden" konzentrierst du dich automatisch auf krank. Das "NICHT" wird ignoriert, eliminiert. 

Stattdessen solltest du lieber denken: "ich bleibe gesund, ich bin gesund". Das ist richtiges "positives, gesundes" Denken. Das positive Denken, dass dann auch Gutes anziehen kann. 

 

eine andere perspektive

Ja, ich bin ein Optimist. Ein sehr stolzer Optimist. Ich war nicht immer so, und die meisten von euch wissen es jetzt langsam. Ich war genau das Gegenteil. Ich bin nicht mit einer rosaroten Brille geboren worden. Meine Brille war ziemlich beige, wurde dann immer dunkler... Bis ich sie nicht mehr wollte... Heute habe ich keine rosarote Brille auf, denn das könnte für manche heissen, dass ich in einer Traumwelt lebe und mir nie was Schlechtes passiert.

 

Ich möchte mal etwas klarstellen: Ich finde Optimisten haben sowieso keine rosarote Brille, stattdessen eine ganz gute Sehbrille. Sie sehen die guten Dinge, sie haben gelernt sich selbst und das Leben zu lieben, sie konzentrieren sich auf das Hier und Jetzt, sie lernen loszulassen und zu vertrauen, sie lieben. SIE LIEBEN SO SEHR. Sie lieben sogar die erste Kaffeetasse. Oder Tee, wenn man kein Kaffee mag. 

 

Sie vergiften die guten Tagen nicht mit Geschichten im Kopf. Mit Ängsten. Mit Problemen, die gar noch nicht da sind. Und die vielleicht GAR NIE eintreffen werden. Sie sind da. Manchmal mehr und manchmal weniger, aber immer wieder Achtsam.

 

Und wenn mal etwas Unangenehmes passiert? Man steht wieder auf. Macht und saugt man einfach das Beste daraus. Reflektiert. Tritt einen Schritt zurück und schaut die Situation von aussen. Fragt sich, warum man sich dabei so fühlt. Warum einem die eine Sache grad so nervt. Ob das wirklich notwendig ist. Ob man wirklich "alles" weiss. Ob es nicht wieder erfundene Geschichten unserer Gedanken sind. Schaut was man aus der Situation lernen kann. Was man mitnehmen kann. Und geht weiter. Stärker als vorher. Und vertraut.

 

Als Optimist entscheidet man sich für eine andere Perspektive. MAN ENTSCHEIDET SICH BEWUSST FÜR DAS EIGENE WOHLBEFINDEN. MAN ENTSCHEIDET SICH BEWUSST FÜR SICH SELBST. Macht man das nicht, entscheidet jemand anderes für dich. Seien es deine Gedanken, sei es dein Umfeld, deine Familie, dein Partner, dein Kind, die Medien, eine Pandemie,... Ich will das nicht. Mein Leben ist meins und ich will es selbst führen. 

 

Ständig sich Geschichten im Kopf machen, ständig grübeln, ständig Energie aufbrauchen für Dinge, die gar noch nicht da sind, die vielleicht nie da sein werden, ständig Angst zu haben, ständig sich nerven, das alles ist so anstrengend. Und doch einfacher, als mal STOP zu sagen. Ich war auch so. Ich weiss, wie viel Kraft es braucht, um endlich STOP zu sagen. Um den Ruder endlich in die Hand zu nehmen. Aus den Händen des Gedankenkarussels zu reissen. Vor allem wenn dies tief im Inneren verankert ist, vielleicht wegen Lebenserfahrungen oder wegen der Kindheit oder wegen wasauchimmer.

 

Ich würde jedem einzelnen, der das liest, von Herzen empfehlen, sich mal mit sich selbst zu beschäftigen. Die Verantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen. Sich die Zeit zu nehmen - jetzt ist die Beste Zeit dafür - um das Ganze mal zu überdenken. Unser DENKEN zu überdenken. Unser Lifestyle zu überdenken. Tue und lebe ich das, weil ich das will und so entschieden habe oder weil andere (Umfeld, Erfahrungen, Gedanken) es so wollen und entschieden haben? Schauen wo der Knoten liegt. Diesen lösen. Und anfangen zu LIEBEN. Sich selbst als erstes. Anfangen zu führen. Zu entscheiden wohin es ab sofort geht. Und wenn du am Anfang immer wieder im alten Muster fällst, oder nach oben schaust, und das Ziel irgendwie so weit weg ausschaut, hab keine Sorgen. Das wird! Bleib dran! Fang immer wieder an. Übe. Glaub es mir, es lohnt sich. Und es muss nicht für jeden das gleiche und eine Ziel sein. Jede/r von uns hat sein eigenes Ziel. Bleib dran. Spüre dein Weg und fang an diesen einzunehmen. Du hast ein ganzes Leben lang vielleicht auf einer anderen Art gedacht und musst das wie neu lernen. Als würdest du lernen zu laufen. Ein Baby gibt auch nie auf. Ein Baby versucht es immer wieder. Ein Baby lernt schon mit 11 Monaten zu laufen, ein anderer vielleicht erst mit 24. Aber wir wissen alle, irgendwann wird es schaffen. 

 

Nein, ich bin nicht unschlagbar in dem was ich tue und wie ich lebe. Auch ich habe meine Schwachstellen, uhhh ja die hab ich! Ich kenne sie eigentlich auch ganz gut, denn durch das Beobachten habe ich sie wahrgenommen. Und nicht jeden Tag bin ich gleich "stark" im Führen. Aber ich lasse nie wieder los! Ich versuche an meinen Schwachstellen zu arbeiten und freue mich aber gleichzeitig sehr über meine Stärken, die ich mir angeeignet habe. Ich war eine reine Baustelle. Heute bin ich ein fast fertiges Gebäude. Aber nur fast.

 

Und für alle die, die es nicht wissen: ich bin Mutter. Ich hatte auch in meinem Mutterdasein nicht nur Gutes. Ich hatte eine schlimme Anfangszeit. Ich war, als hätte man ein Reset-Button betätigt. Meine Anfangszeit als Mama hatte nichts mit viel Liebe und Glücksgefühle zu tun. Es war schlimm. Ja, ich sags so direkt und ehrlich. Aber auch da: ich bin wieder aufgestanden. Und das hat nicht nur 2 Wochen gedauert, sondern um richtig aufzustehen und nicht mehr zu hopsen wie ein verletztes Tier, das brauchte Jahren. Wieder Mal. Aber ich höre nie auf. Ich arbeite immer weiter. Ich habe mich WIEDER MAL neu kennengelernt. Es gibt anstrengende und weniger anstrengende Tagen als Mutter. Aber ich weiss, dass die anstrengende Zeiten auch vorbei gehen. Und ich diese auch "anders" sehen kann, damit es mir persönlich auch besser geht. Aber das ist auch ein anderes Thema, was ich heute nicht bespreche, weil ich sonst hier ein Buch schreibe. Du darfst aber gerne zum Beispiel dieses ältere Blogpost von mir lesen.

 

Ich würde fast sagen, ich habe in meinem Inneren die Konmari Methode angewandt ;-) "nur was Freude bereitet". Does it sparks joy? Und ich bin immer noch dabei, auch wenn ich mich schon extrem befreit fühle. Ich würde sagen, ich habe mich gefühlt von 80% aller inneren Läste befreit. Ein Bisschen spare ich mir auf, sonst habe ich ja nichts mehr zu tun :-P

 

Es ist alles vorübergehend. Auch das Leben ist vorübergehend. Was man damit machen will, entscheidet jeder für sich.


mit ganz viel Liebe

 

Vali

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Kommentare: 2
  • #1

    Sarah (Donnerstag, 16 April 2020 12:32)

    So Sache lisi immer wider gärn, danke! LG Sarah

  • #2

    Pascalejill (Donnerstag, 16 April 2020 13:24)

    Liebe Vali
    Wie immer ein super Bericht - ich mag deine Art zu schreiben und your positivity ist wirklich ansteckend..
    Knuddl aus Interlaken und bis gli :) PJ